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Magie • Toxikologie 2 • Räuchermittel und Drogen

Magie > Toxikologie > Räuchermittel und Drogen

Räuchermittel und Drogen (pflanzliche und chemische) - Auswahl

 

Auf Räuchermittel als magische Hilfsmittel wurde bereits im Kapitel "Magische Hilfsmittel - Räucherung" eingegangen. Auf jener Seite geht es um das Arbeitsmaterial zum Räuchern und wichtige Links auf Internetseiten zum Thema "Räuchern". Wer sich damit eingehender befassen will, ohne Schaden an Leib und Seele zu nehmen, wird auf tiefer gehende Literatur zurückgreifen müssen. Wir warnen ausdrücklich vor unbedachtem Gebrauch: Fast alle Mittel sind giftig!

 

 

   

 

Beschreibung und Wirkung

 

Aloe

Dieser Aloesaft wird überall auf der Welt vorwiegend medizinisch als Wund- und Abführmittel genutzt. Wegen ihrer starken Heilkraft wird Aloe bei vielen Völkern als heilige Pflanze verehrt. Seit dem Altertum wird Aloe für magische Räucherungen verwendet. Aloe soll den Geist wachsamer machen und die Aufmerksamkeit der Götter auf den Anwender lenken. Beim Räuchern entwickelt Aloe einen fruchtigen, bitter-süßen, schweren, warmen Duft und erinnert an frische Pflanzensäfte und reife Pflaumen. Es bilden sich beim Verbrennen kleine Blasen die sich öffnen und kleine Rauchwolken ausstoßen. Aloe ist ein klassisches Räuchermittel und wird gerne in Mischungen verbrannt und vermittelt einen warmen, angenehmen Fond. Das Pulver lässt sich angenehm mischen und auf Kohle verbrennen. Aloe wächst vorwiegend im Mittelmeerraum, Afrika und in Asien. Aloe lässt sich gut mit Klatschmohn, Hanf, Myrrhe, Weihrauch, Giftlattich u. a. verräuchern. Nicht zum Verzehr geeignet!

 

Arnika

Arnika wird bei verschiedenen Ritualräucherungen eingesetzt und zählt zu den alten Zauberpflanzen. Sie wird als "Kraftpflanze" beschrieben, die offensichtlich mehr kann als nur Gebrechen zu heilen.  Je höher die Arnika im Gebirge wächst, um so größer ist ihr Heilungspotential. Zur Zeit des höchsten Sonnenstandes, um die Sommersonnenwende blühend, sammelt und entfaltet sie ihre wärmenden und bewegenden Kräfte. Da die Blüten beim Räuchern viel Eigenduft verlieren, ist es ratsam, sie mit anderem Räucherwerk zu mischen. Die Pflanze steht in Deutschland unter Naturschutz und darf nicht gesammelt und gepflückt werden. Lebendpflanzen können heutzutage in Staudengärtnereien erworben werden. Arnika mischt sich zum Räuchern gut mit Wermut, Eisenkraut, Wacholder, Cassia, Katzenminze, Giftlattich, Poleiminze, Hirtentäschel und Harzen, der Eigenduft ist zart würzig und erinnert an Rettich. Sie ist giftig und daher nicht zum Verzehr geeignet.

 

Bilsenkraut

Bilsenkraut, auch schwarzes Todesblumenkraut genannt, ist ein Nachtschattengewächs. Schon in der Antike war seine giftige aber auch bewusstseinserweiternde Wirkung bekannt. Durch Räucherungen und Getränke aus Bilsenkraut und Wein gemischt verfielen die Schamanen in einen todesähnlichen Dreitagesschlaf und machten Zeitreisen in die Anderswelt. Die Kelten räucherten "Beleno", dem Orakelgott Belenos zu Ehren. Der Rauch versetzte die Druiden und Barden in die Astralwelt. Bilsenkraut ist oftmals Bestandteil von Hexensalbenrezepten. Bis heute wird es als Räuchermittel gegen Hexen verwendet. Der Rauch des Bilsenkrauts riecht nach verbranntem Laub, nicht unangenehm, aber auch nicht wirklich angenehm. Das Kraut sollte immer mit Vorsicht verräuchert werden. Es darf ausschließlich nur als Räuchermittel verwendet werden. Vor anderweitigen Verwendungen wird ausdrücklich gewarnt, denn bei innerlicher Einnahme kann der Tod sehr schnell durch Atemlähmung eintreten. Auch als Hexensalbe oder Tee ist Bilsenkraut lebensgefährlich, ebenso das Rauchen. Medizinisch hat Bilsenkraut als schmerzstillendes und gleichzeitig beruhigendes Mittel große Bedeutung. Bilsenkraut ist hochgiftig und daher nicht zum Verzehr geeignet.

 

Drachenblut

Die Früchte dieser in sumpfigen Wäldern wild wachsenden Kletterpflanzen sind von einem Schuppenpanzer umgeben. Zwischen diesen Schuppen wird das Harz ausgeschwitzt, welches gesammelt, gereinigt und zusammengeschmolzen wird. Daraus werden Bälle, Stangen, zwiebelartige Kuchen oder Ballen geformt, oder es wird zu Pulver verarbeitet. Reines Drachenblut ist für magische Räucherungen sehr wichtig, denn dieses geheimnisvolle Räucherwerk wird seit langem für Rituale verwendet, die sehr negative Energien neutralisieren und reinigen können. Drachenblut wird Weihrauchmischungen zugesetzt, um deren Kraft und Wirksamkeit zu verstärken. Es gilt als Schutz- und Opferräucherung, kann aber auch für Liebesräucherungen gebraucht werden. Drachenblut wirkt sogar noch in winzigen Mengen willensstärkend, verleiht Mut und Tatkraft und hilft gegen Unentschlossenheit. Drachenblut sollte stets in Mischungen verbrannt werden, da es als Einzelräucherung einen zu starken, herb-würzigen, dunklen Rauch verursacht, der etwas kratzig im Nachgeruch ist. Drachenblut lässt sich gut mit Weihrauch, Sandelholz, Patchouli, Rhododendron, Nelke, Zeder, u. a. verräuchern und ist nicht zum Verzehr geeignet.

 

Eisenhut

Der sehr giftige Eisenhut gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse Die Wildpflanze steht in Europa unter Naturschutz. Die Pflanze wird bis 1,50 Meter hoch. Am Ende des Stängels bildet sich der üppige Blütenstand mit dunkelblauen, helmförmigen Blüten. Der Eisenhut gilt in Europa bis heute als die giftigste und gefährlichste Pflanze überhaupt. Schon geringe Dosen (sehr wenige Gramm des Pflanzenmaterials) können tödliche Vergiftungen hervorrufen. Allein das ungeschützte Berühren oder Pflücken der Pflanze kann zur Aufnahme des Giftes über die Haut führen. Eisenhut wird meist als Zauber-, Gift- und Heilpflanze verwendet. Eisenhutwurzeln spielen auch in schamanisch-magischen Ritualen eine Rolle, zum Beispiel zur Wolfsverwandlung. Eisenhut ist als Räuchermittel wegen seiner Giftigkeit nur versetzt mit Benzoe Sumatra, Dammarharz und Perubalsam im Handel, damit kein Missbrauch möglich ist. Er sollte ohnehin mit anderem Räucherwerk vermischt werden, da er etwas streng riecht. Beim Räuchern wirkt er beruhigend und entspannend. Er mischt sich zum Räuchern gut mit Beifuß, Salbei, Lavendel, Weihrauch. Weil Eisenhut zu den sehr giftigen Pflanzen gehört, wird vor dem Verzehr eindringlich gewarnt.

 

Giftlattich (Kraut)

Das Kraut wirkt beim Räuchern beruhigend auf das Zentralnervensystem, leicht euphorisierend, schlaffördernd und trauminduzierend. Der Eigengeruch dieser Pflanze ist leicht grasig. Sie wurde als Tabakersatz verwendet und lange Zeit als Opiumsubstitut genutzt. Giftlattich kann pur geräuchert werden, mischt sich aber gut mit Goldmohn, Eisenkraut, Passionsblume, Wermut. Die Pflanze ist nicht zum Verzehr geeignet.

 

Habichtskraut (Kraut)

Das kleine Habichtskraut ist als Heilkraut und Psychoaktiva schon lange bekannt und soll ein vorzügliches Mittel gegen Blutarmut sein. Es wird empfohlen bei Samenfluss, Mandel- und Halsentzündungen, bei Steinleiden, als Mundwasser bei Zahnfleischproblemen, bei Wechselfieber, Grippe, Erkältungskrankheiten, Wassersucht und inneren Geschwüren. Es sorgt für Wohlbefinden und Zufriedenheit und kann zur tiefen Entspannung, Euphorie und Bewusstseinserweiterung geraucht werden. Mit diesem Kraut werden Reinigungsräucherungen vorgenommen, denn diese Pflanze soll Viren und Bakterien vertreiben. Habichtskraut kann mit Eukalyptus, Lavendel, Pfefferminze, Enzian, Goldrute u. a. verräuchert werden.

 

Hanf

Das aus den Samen gepresste Öl ist sehr wertvoll und gesund, da es einen hohen Anteil an Gammalinolensäuren enthält. Praktisch in allen Gebieten der Welt, in denen Hanf kultiviert wird, gilt die Pflanze als Heilmittel, Aphrodisiakum und Zauberpflanze. Haschisch, das aus den harzreichen Drüsenhaaren weiblicher Pflanzen von Cannabis sativa var. indica austretende Sekret enthält u. a. Tetrahydrocannabinol als das wichtigste psychotrope Cannabinoid, sedierendes Cannabidiol, Cannabigerol. Es erzeugt einen Haschischrausch mit unbekämpfbarem Betätigungsdrang und stark gelockerter Phantasietätigkeit sowie Denk- und Erinnerungsstörungen. Hanfsamen verbrennen prasselnd, daher ist es ratsam, sie nur in Mischungen zu verwenden. Das Räuchern von Hanfsamen ist legal und gesundheitlich unschädlich. Das Räuchern oder Rauchen von Haschisch-Harz als Droge ist illegal.

 

Holundermark

In der Magie kann der Rauch des Holunders die Pforten zur Astralebene öffnen. Es ist also durchaus ratsam, Holunder zu räuchern, wenn man magische Arbeit verrichten will. Aber nur dann und auch nur im Freien, da Holunder stark qualmt und man den stark krautigen Geruch nicht mehr so leicht aus der Wohnung bekommt.
Für die Schattenarbeit ist auch ein Tee aus getrockneten Holunderblüten (enthalten kein Gift, wenn man die Grünanteile entfernt) verwendbar, aber Geschmackssache!

 

Kalmus (Wurzel)

Im heutigen Ägypten wird Kalmus als Aphrodisiakum verwendet. Kalmuswurzel hat als Räucherung eine geistig aufhellende und stärkende Wirkung. Sie wird in Tibet zur Steigerung der meditativen Konzentration verbrannt. Sie wirkt nervenstärkend bei seelischen Erschöpfungszuständen, ist eine der geschätztesten Heilpflanzen der ayurvedischen Seher und soll ein Verjüngungsmittel für das Gehirn und das Nervensystem sein. Kalmus macht die subtilen Kanäle frei und reinigt sie von Toxinen, die Durchblutung wird gefördert, die Sensibilität vermehrt, das Gedächtnis verbessert, die Wahrnehmung geschärft und die Bewusstheit gesteigert. Den Irokesen diente die Wurzel zum Aufspüren von Hexen und bösem Zauber. Die Cheyenne räucherten Kalmus bei ihren Schwitzhüttenzeremonien. Die Cree benutzten Kalmuswurzel als mildes Halluzinogen. Dazu kauten sie ein fingerlanges Wurzelstück aus. Kalmus bildet bis zu drei Zentimeter dicke Wurzeln, die pulverisiert in Räucherstäbchen verwendet werden. Kalmus verbreitet beim Räuchern einen schweren, warmen, holzig-würzigen, scharf-zimtartigen, wohlriechenden Duft und mischt sich gut mit Zimt, Labdanum, Weihrauch, Patchouli, Zeder, Sandelholz,  Ginkgo, Bärentraube.

 

Kamille (Blüte)

Bei der Räucherung vermittelt Kamille Ruhe und Ausgeglichenheit. Sie ist empfehlenswert, wenn Ärger und Trauer das Dasein beschweren. Kamille wirkt kühlend und ausgleichend, fördert die Harmonie und Toleranz, besänftigt das Gemüt, vermindert Streitlust und vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit. Kamille wirkt entzündungshemmend, beruhigend, schweißtreibend, stärkend, fiebersenkend und wundheilend und wird daher oft medizinisch genutzt. Kamille verbreitet einen süßlich, warm-krautigen Geruch beim Räuchern und mischt sich gut mit Lavendel, Patchouli, Rose, Benzoe, Majoran, Jasmin, Salbei.

 

Koriander (Fruchtpulver)

Koriander dient dem Menschen schon seit prähistorischen Zeiten als Gewürz, Medizin und Räuchermittel. Als Bestandteil im Räucherwerk und zu religiösen Zeremonien wird er gerne benutzt. Er galt auch als Aphrodisiakum. Beim Räuchern wirkt Koriander anregend und erwärmend auf das Gemüt, reinigend und klärend auf den Geist. Er verstärkt die menschlichen Energien und hilft bei Problemlösungen. Zum Räuchern lässt sich das Pulver leichter verwenden, da es sich besser mischen lässt als ein ganzer Samen. Koriander verbreitet beim Räuchern einen süßen, holzig-würzigen, leicht moschusartigen Duft und mischt sich gut mit Salbei, Jasmin, Weihrauch, Sandelholz, Zeder, Kiefer, Zimt, Nelke, Benzoe, Moschuskörner, Ingwer.

 

Lorbeer (Blätter)

Lorbeerblätter waren eines der wichtigsten der in Delphi benutzten Räuchermittel für Orakel und war Apollo heilig. Die Seherinnen von Delphi schliefen auf Lorbeerblättern um ihre Sehergabe zu stärken. Der Rauch wurde inhaliert, um die wahren Ursachen von Krankheiten zu erkennen. Diese Divinationsmethode wurde Daphnomantie genannt. Um prophetische Voraussagen machen zu können, wurde Lorbeer mit anderen Kräutern gemischt und verräuchert. Dabei wurde der Rauch inhaliert, bis das Medium in Trance verfiel. Lorbeer kann, vor dem Schlafengehen geräuchert, prophetische Wahrträume erzeugen beziehungsweise die Traumerinnerung schärfen. Für mantische Zwecke soll eine Räucherung mit Thymian und Weihrauch gemischt geeignet sein. Lorbeer wirkt stimmungsaufhellend und klärend, steigert die Fähigkeit außersinnlicher Wahrnehmungen und Kräfte und hilft gegen negative Gedanken und Einflüsse. Er verbreitet eine belebende, feierliche und würdevolle Stimmung und wird bei Minderwertigkeitsgefühlen gebraucht und eingesetzt. Lorbeer sollte nur in geringen Mengen in Mischungen verbrannt werden, denn seine starke Rauchentwicklung ist ziemlich beißend, weil die Blätter bis zu 30 % fettes ätherisches Öl enthalten. Er mischt sich gut mit Kiefer, Zeder, Wacholder, Thymian, Salbei, Rosmarin, Weihrauch, Bilsenkraut, Labdanum, Lavendel, Stechapfel.

 

Majoran (Kraut, gerebelt)

Majoran wurde schon in biblischen Zeiten für Räucheropfer verwendet. Beim Räuchern vermittelt Majoran Kraft und Mut, bringt verausgabte Energien zurück und ist stark reinigend für den Astralkörper. Er wirkt entspannend und beruhigend auf das Nervenkostüm, hilft bei Trauer, Leid, Angst und Verzweiflung und stabilisiert verlorenes Gleichgewicht. Der warme, holzige, stark würzige, kampferähnliche Geruch von getrocknetem Majoran verliert auch in Räuchermischungen mit Lavendel, Rosmarin, Kamille, Zypresse, Zeder und Eukalyptus seine persönliche Note nicht. Zusammen mit Myrrhe, Mastix und Weihrauch ergibt sich eine stark beruhigende, gegen Stress und Nervenbelastung wirkende Mischung, die zur Reinigung der Aura verwendet werden kann.

 

Mandragora (Alraune)

Die geheimnisvolle Alraune, Königin aller Zauberpflanzen, findet seit Jahrtausenden von Schamanen, Zauberern, Hexen und Druiden in vielerlei Hinsicht Verwendung. Das Alkaloid Mandragorin kann psychedelische oder hypnotische Zustände auslösen, aber auch erotische Erregung und vor allem auch Raserei, Tanzwut, Delirien und Halluzinationen gefolgt von totenähnlicher Trance und luziden Träumen. Vorsicht, die Wurzel ist sehr giftig. Der Tod tritt sehr schnell durch Atemlähmung ein. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen. dass Alraune nur verräuchert werden sollte und vor äußerlicher Anwendung als Hexensalbe oder innerer Einnahme der Wurzel oder eines Tees wird explizit gewarnt. Missbrauch oder Überdosierung kann zum Tod führen. Als Rauchwerk (Blätter) ist die Alraune stark enthemmend.

 

Mohn (Samen)

Die alten Griechen nannten den Schlafmohn "Blume der Träume", ein Sinnbild des Gottes der Träume Morpheus. Daher stammt auch der Name "Morphium", zu dessen Herstellung er heute noch dient. Als Opium wirkt der Schlafmohn berauschend, aber auch sexuell erregend. Gleiches soll auch für den Mohnkuchen gelten. In der Magie und bei Räucherzeremonien ist Mohn ein wichtiger Bestandteil. Seine Schlaf erzeugenden, seltsam erregenden und Traum erzeugenden Eigenschaften sind sehr gefragt. Gegen Schlafstörungen soll Mohnsamen auch schon mit etwas Tabak geraucht worden sein, was scheußlich schmeckt, aber einen wohligen Schlaf beschert. Mohnsamen verbrennen prasselnd, wenn man sie auf Kohle streut, deshalb ist es sinnvoller, sie in einer Räuchermischung zu verbrennen. Hier eignen sich besonders die oben genannten Pflanzen und Ingwer, Goldmohn, Giftlattich, Klatschmohn. Der Anbau von Mohn ist in Deutschland genehmigungspflichtig, der Anbau und Besitz von Schlafmohn sogar verboten.

 

Moschus (Körner, Samen)

Moschuskörner sind schon lange in Ägypten, Arabien und China als Räuchermittel bekannt. Sie wirken stimulierend, sinnlich, anregend und aphrodisierend und stehen für Erotik. Sie werden bei sexuellen Problemen verräuchert, sprechen die tierischen Triebe an und aktivieren die dort befindliche Energie. Sie schalten die Kontrollinstanzen aus und geben den Impuls, sich auszuleben, Gefühle ohne Beschönigungen zu zeigen und zu leben. Der süßlich, animalische, typische Moschusduft entfaltet sich beim Räuchern mit Intensität. Mit Rose, Sandelholz, Salbei, Zeder, Patchouli, Benzoe, Lemongras, Orange, Kardamom lassen sich Moschuskörner sehr gut verräuchern.

 

Muskatnuss (Samenpulver)

Seit Jahrhunderten gelten die Nüsse als Heilmittel für Verdauungs- und Nierenleiden. Große Mengen wirken jedoch halluzinogen und reizbildend auf die motorische Gehirnrinde. Muskat wird bei Frigidität, Impotenz und nervöser Erschöpfung als Tee verabreicht. In Deutschland wurde Muskat-Pulver innerlich als angenehmes Aromatikum und äußerlich als Zusatz in Kräuterkissen, aber hauptsächlich als Gewürz genutzt. Muskat wirkt in höheren Dosen halluzinogen. Man verfällt in einen traumähnlichen Zustand, wird euphorisch und macht unkontrollierte Bewegungen. Bei Überdosierung können Mundtrockenheit, Hautrötung, Unwohlsein und starke Übelkeit gefolgt von Magenkrämpfen auftreten. Von einer Anwendung als Tee wird daher eindringlichst abgeraten. Es heißt, Muskat wirkt stark anregend auf die Willenskräfte, mobilisiert Kraft für zielgerichtetes Handeln und ist ein guter Schutz gegen böse Geister und negative Gedanken. Sie kann aber auch zum Wahrsagen und für Kontaktaufnahme mit Verstorbenen verräuchert werden. Muskatnusspulver ist im Gebrauch einfacher zu handhaben als die ganzen Nüsse. Es kann problemlos mit anderen Kräutern für Räuchermischungen verwendet werden. Beim Räuchern entfaltet das Pulver dieselbe Wirkung wie die geschnittene oder ganze Nuss. Der typische Muskatduft mischt sich zum Räuchern gut mit Eiche, Kardamom, Basilikum, Thymian, Kreuzkraut, Moschuskörner, Ingwer, Nelke, Lavendel, Lorbeer, Orange, Salbei, Rosmarin, Lemongras, Eisenkraut, Koriander,  Sandelholz, Drachenblut, Zimt.

 

Myrrhe (Harz)

Die Myrrhe ist untrennbar mit den religiösen Gebräuchen der orientalischen und abendländischen Kulturen verbunden. In riesigen Mengen wurde Myrrhe als Räucherwerk verbrannt. Der Duft der Myrrhe ist aromatisch, warm-trocken, balsamisch-würzig, sinnlich süß-bitter und etwas schwer. Die Farbe ist dunkel- bis rotbraun. Der Myrrhe wird eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt. Sie wirkt außerdem balsamisch, reinigend, desinfizierend und klärend, beruhigend, erdend, verlangsamt den Atem und fördert die Konzentration. Eine Myrrhe- Räucherung eignet sich, um Standfestigkeit zu verleihen, den Geist zu beruhigen und sinnlich zu stimulieren. Sie ist hervorragend geeignet, die geistige, seelische und materielle Welt in Einklang zu bringen. Sie öffnet die Tür zum Geistigen, Sorgen werden zerstreut und die Gefühle besänftigt. Sie bringt die geistige, seelische und materielle Welt wieder miteinander in Verbindung. Myrrhe hat eine stark reinigende Wirkung und gibt Kraft, Optimismus und innere Ruhe. Eine reine Myrrhe-Räucherung hilft bei innerer Unruhe, Stress, Einschlafstörungen und nach anstrengender geistiger Arbeit. Dazu werden Myrrhestückchen im Mörser zerkleinert und in kleinen Mengen verräuchert. In okkulten Schulen wird Myrrhe für Meditation, Schutz, Heilung und Segnung rituell verräuchert. Myrrhe ist auch Bestanteil des magischen Weihrauchs schlechthin, dem Abramelinöl. Myrrhe kann sehr gut alleine verräuchert werden, mischt sich aber auch gut mit Mohn, Weihrauch, Lorbeer, Bilsenkraut, Aloe, Sandelholz, Benzoe, Wacholder, Patchouli, Thymian, Pfefferminze, Lavendel, Kiefer, Nelke, Zimt. Myrrheharz ist nicht zum Verzehr geeignet.

 

Odermennig (Kraut)

Es heißt, Odermennig kann in allen Schutzzaubern als mächtiges Hilfsmittel angewendet und verräuchert werden, da er negative Energien und böse Geister vertreiben und gegen Gifte schützen soll. Außerdem benutzt man ihn, um gegen einen selbst gerichtete magische Angriffe, schwarze Magie, Flüche, Verwünschungen und Verzauberungen nicht nur aufzulösen und zu zerstreuen, sondern auch, um sie an den Absender postwendend und mit verstärkter Kraft zurückzuschicken. Für rituelles Heilen und Aurareinigung sollte Odermennig mit Beifuß verräuchert werden. Zur Behandlung von Schlafstörungen kann Odermennigtee verabreicht werden. Danach schläft man wie ein Toter, denn er wirkt leicht betäubend. Die Blätter duften beim Zerreiben angenehm und haben eine leicht bitteren, zusammenziehenden Geschmack. Verwendet wird das kurz vor oder während der Blütezeit gesammelte und getrocknete Kraut. Odermennig mischt sich zum Räuchern gut mit Beifuß, Patchouli, Goldmohn.

 

Rosmarin (Blätter)

Früher galt der Rosmarinbusch als Wohnort der Feen und Elfen. Daher erklärt sich auch der Gebrauch des Rosmarins in der modernen Magie und im Okkultismus, wo er in Räucherungen zur Beschwörung gewöhnlich unsichtbarer Wesen, zum Beispiel Naturgeister, verwendet wird. Rosmarinräucherungen dienen der Reinigung und Klärung, vertreiben böse Geister, Dämonen und Teufel. Wenn die eigenen inneren Kräfte zu schwach sind, Lust, Antrieb und Freude verloren geht, weckt, schüttelt und muntert Rosmarin es auf, und stärkt die Bereitschaft, etwas zu tun. Er gibt die Klarheit und Kraft, Probleme anzupacken und aus dem Weg zu räumen und sich den täglichen Anforderungen zu stellen. Vor Heilzeremonien nutzen Heiler Rosmarinwasser zum Waschen ihre Hände. Der typische Rosmarinduft ist auch beim Räuchern nicht zu verkennen. Rosmarin kann pur verräuchert werden, mischt sich aber auch gut mit Weihrauch, Lavendel, Lemongras, Thymian, Basilikum, Kiefer, Zeder, Zimt, Wacholder, Melisse, Nelke, Kardamom, Koriander.

 

Safran (Kraut)

Die zarten gelben Stängel der Staubblätter der Blüte gelten als eine der edelsten, aber auch teuersten Räucherzutaten und als teures Gewürz. Sein Rauch sensibilisiert die Wahrnehmung für die feinstoffliche Welt und wirkt harmonisierend und aufbauend auf das Gemüt. Für Menschen, die sich schwer tun, materielle Gedanken und Neigungen loszulassen, ist Safran das ideale Räuchermittel, denn Safran wirkt meditationsfördernd.

 

Sandelholz, weiß (Holz und Holzpulver)

Das antilopenfarbene Kernholz wird als Räucherstoff verwendet. Der warme weiche sanfte Duft hinterlässt überall dort wo er eingeatmet wird ein Gefühl der Bereicherung und des Wohlgefühls. Sandelholz ist für Räucherwerk fast unentbehrlich. Es ist wunderbar lösend und vertiefend bei Meditationen, findet Verwendung bei Gebeten und Heilungszeremonien. Weiße Sandelholzräucherungen wirken entspannend und auf sanfte Weise erotisierend und stimulierend. Sie eignen sich besonders für Abendräucherungen, denn sie machen den Geist spürbar wach und klar und hüllen mit einer warmen, beruhigenden Aura ein. Es wirkt außerdem desinfizierend, aphrodisierend, erwärmend, gegen Nervosität, euphorisierend und schenkt innere Ruhe und Zufriedenheit. Es beruhigt den hektischen Fluss der Gedanken und ist eine wirksame Hilfe, zu innere Gelassenheit und meditativer Gelöstheit zu gelangen. Sandel kühlt feurige Energie ab und transformiert sie auf eine feinere Schwingungsebene. Sandelholzduft dringt tief in das Gefühlsleben ein, glättet, beruhigt, besänftigt und wirkt spannungslösend. Das feine, edle Holzpulver lässt sich problemlos mit allem anderen Räucherwerk mischen und behält seinen besonderen Eigenduft bei. Weißes Sandelholz mischt sich zum Räuchern gut mit Rhododendron, Salbei, Bernstein, Rose, Veilchen, Lavendel, Nelke, Pfeffer, Myrrhe, Jasmin, Moschuskörner.

 

Schierling (Kraut)

Schierling ist als hochgiftige Pflanze nur zu Räucherzwecken versetzt mit den Harzen Benzoe Sumatra, Dammarharz und Perubalsam auf Anfrage im Handel zu bekommen, damit jeglicher Missbrauch ausgeschlossen ist. Schierling, auch Wüterich genannt, war schon im Altertum als Gift verbreitet und wurde für Giftmorde, Hinrichtungen und als Betäubungsmittel verwendet. Auch war die Pflanze ein wichtiger Bestandteil der Hexensalben. Es wird eindringlichst von Selbstversuchen abgeraten, bei denen Schierling innerlich oder als Hexensalbe angewendet werden soll. Magisch gesehen kann man den Schierling zur Weihe von Ritualgegenständen, wie magischen Messern, Dolchen und Schwertern, verwenden. Im Altertum wurde der Schierling verräuchert und der Rauch inhaliert, um Astralreisen unternehmen zu können und die sexuelle Lust zu unterdrücken. Schierling mischt sich zum Räuchern gut mit Mohn, Eisenkraut, Nieswurz, Bilsenkraut, Weihrauch. Er ist hochgiftig und nicht zum Verzehr geeignet.

 

Stechapfel (Samen und Blätter)

Die Pflanze hat eine lange Geschichte als Arznei- und Giftpflanze sowie als Aphrodisiakum. Im Mittelalter war der Stechapfel Bestandteil der Flug- oder Hexensalben. Stechapfel kann zu Rauschzuständen und Halluzinationen führen. Alle Stechapfel-Arten gehören zu den heftigsten narkotischen Giften und enthalten in sämtlichen Pflanzenteilen die Alkaloide Hyoscyamin, Skopolamin und Atropin, wobei die Konzentration in den Samen am höchsten ist. Allein schon die Blüten sind so berauschend, daß ihr Geruch betäubend und leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Es wird dringend von Experimenten mit Stechapfel abgeraten. Die geringste Wirkung, die schon beim Einatmen der Dämpfe durch Kochen von Stechapfelsamen entstehen, führen zu starken Erregungszuständen. Jede weitere Wirkung können bis zum bleibenden Wahnsinn und massiven Wahrnehmungsstörungen führen, die bei unsachgemäßer Anwendung längere psychiatrische Behandlungen bedeuten. Nur sehr wenige Samenkörner reichen für eine Anwendung aus. Sie wirken aphrodisierend und vermitteln sexuelle Träume. Die Samen dürfen auf keinen Fall innerlich eingenommen werden, es wird außerdem empfohlen, sie nicht zu rauchen. Sie sind sehr giftig, und nur wenige Körner können zum Tod führen. Im Handel gibt es sie nur auf Anfrage. Der Geruch erinnert etwas an geröstete Nüsse. Stechapfelsamen mischen sich zum Räuchern gut mit Schachtelhalm, Helmkraut. Stechapfelblätter sind zu Räucherzwecken nur mit den Harzen Benzoe Sumatra, Dammarharz und Perubalsam versetzt und auf Anfrage im Handel erhältlich, um jeglichen Missbrauch als Tee, Hexensalbe oder Tabakersatz künftig auszuschließen, weil sich die Missbräuche und Unfälle mit Stechapfel in letzter Zeit gehäuft haben. Die unzubereitete und unverdünnte Einnahme des Krauts ist lebensgefährlich. Stechapfel wirkt halluzinogen und hypnotisch. Er kann Flugträume und sexuell ausschweifende Visionen hervorrufen und den Willen lähmen. Stechapfel ist hochgiftig und nicht zum Verzehr geeignet.

 

Thymian

In der Neuzeit galt Thymian als der Feind des Giftes. Deshalb wurden mit Thymianbüscheln Krankenzimmer ausgeräuchert. Mit Thymianbüscheln wurden Tempel und heilige Orte geweiht. In Esoterikzirkeln wird Thymian zur Reinigung von Ritualräumen oder Kultplätzen und zur Steigerung der Hellsichtigkeit verräuchert. Er eignet sich besonders für Abendräucherungen. Thymian wird der Venus zugeordnet und wirkt kräftigend und stärkend. Er hilft bei allen seelischen Schwächezuständen, schenkt einen starken Willen, stärkt das Selbstvertrauen und den Mut zur Tat und hilft, mit Schwierigkeiten umzugehen. Er wird in kleinen Mengen einer Kräutermischung zur Reinigung und Stärkung beigefügt. Thymian sollte gerade in Krisenzeiten in keiner Räucherung fehlen und passt dann gut zu Drachenblut. Der typische Thymiangeruch lässt sich durch Räuchermischungen mit Rosmarin, Melisse, Schwarzkümmel, Pfefferminze, Tausendgüldenkraut, Schlüsselblume, Spitzwegerich, Sonnenhut wesentlich verfeinern.

 

Wermut (Kraut)

Wermut regt beim Räuchern den gesamten Fluss der Lebensenergie wieder an. Die konzentrierte Kraft von Wermut führt wieder heraus aus Dunkelheit und Verbitterung, stärkt Hoffnung und Optimismus. Er wirkt klärend und sensibilisierend auf den Geist. Für Orakel- und Schutzzeremonien kann Wermut mit Lorbeer, Safran, Rosmarin und Beifuß verräuchert werden. Wermut ist ein hervorragender Geisterbanner, so wurde er Kindern in die Wiege gelegt, um ihnen den Schlaf zu erleichtern und um Kobolde fernzuhalten. Die Bauern räucherten mit ihm die Ställe aus, damit das Vieh vor Verhexung geschützt war. Wermut wirkt sehr stark auf die Nerven und wird daher selten allein verwendet. Er mischt sich zum Räuchern gut mit Lorbeer, Safran, Rosmarin, Pfefferminze, Krauseminze, Beifuß, Tausendgüldenkraut, Schafgarbe, Erdrauch, Jasmin, Orange, Lavendel.

 

Weihrauch (Harz)

Olibanum, der echte Weihrauch, ist das goldgelbe, wohlduftende Harz der strauchartigen Balsambaumbäume. Die beste und feinste Qualität von Weihrauch-Harz ist seltener im Handel. Sie hat im Duft eine helle, reine, zitrusartige Note, während eine schlechte Qualität muffig und dumpf riecht. Weihrauch ist leicht einzuatmen und verbrennt sehr langsam. Beim Räuchern schlägt Weihrauch eine Brücke von der materiellen zur spirituellen Welt. Der warme, balsamig-waldige, liebliche, manchmal zitrusartige, würzig-frische Duft öffnet die Seele, vermittelt Verstehen für die Lebensgesetze und fördert die Meditation. Er gilt an okkulten Schulen als bestes Mittel für Weihe, Segnung, Reinigung und Schutz. Weihrauch reinigt nicht nur von Keimen und unangenehmen Gerüchen, sondern er gilt auch als das beste Mittel zur atmosphärischen Reinigung und zum Schutz. Weihrauch gilt in okkulten Schulen als bestes Mittel für Weihe, Segnung, Reinigung und Schutz. Er ist als Vermittler zwischen materieller und geistiger Welt bekannt. Für viele Menschen ist er deswegen schwer zu akzeptieren, weil er wie ein klarer Spiegel zeigt, wo man im Geistigen steht. Eine Weihrauch-Räucherung ist sinnvoll zum Reinigen, bevor man ein neues Haus oder eine neue Wohnung bezieht, um Altes zu bereinigen. Auch Heilsteine oder andere Gegenstände, die zum Heilen benutzt werden, können über den aufsteigenden Weihrauch gehalten werden. Sie erhalten so ihre ursprüngliche Kraft und Frische wieder zurück. Der Duft des göttlichen Weihrauchs galt seit Jahrtausenden als eines der stärksten Stimulanzen für den menschlichen Geist, der sich für das Göttliche öffnen möchte und eine Kommunikation mit höheren Ebenen sucht. Weihrauch eignet sich der besonders gut als begleitender Duft bei Gebet, Meditation und innerer Sammlung. Er reinigt die inneren Räume, die feinen Energiekanäle, um empfänglich für heilende, geistige und kosmische Schwingungsmuster zu machen. Der Weihrauch ist außerdem ein sehr wirksames Anti-Stress-Mittel. Er kann erhöhten Muskeltonus beruhigen und so ein Gefühl angenehmer Wärme und Schwere erzeugen. Außerdem fördert er die Durchblutung und gilt als antirheumatisch. Weihrauch kann gut pur verräuchert werden, mischt sich aber auch gut mit Myrrhe, Zimt, Kiefer, Sandelholz, Lavendel, Orange, Kampfer, Basilikum. Weihrauch ist nicht zum Verzehr geeignet.

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